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Need Magic? (Tortour de France, 23.-26.05.04)
von Alexandra Osigus

 

Need Magic ?
(Tortour de France)

Zum 14. mal wurde mal wieder eine Reise an den schönsten Ort der Welt gebucht. Dieses Mal ging es mit dem PKW um 7.00 Uhr morgens von Deutschland aus los. In Belgien hatte man sich spontan entschlossen, sämtliche Autobahnen zu sperren, und so wurden wir durch diverse Dörfer – wo wir übrigens schon immer mal hinwollten – und Feldwege geschickt um dann doch irgendwann mal wieder eine Autobahn zu finden, die uns zum Magic Kingdom führen sollte. Hurra, wir fanden eine. Dann war auch schnell die französische Grenze erreicht und es ging über Reims weiter nach Paris und so bogen wir voller Erwartung um 12.30 Uhr auf den Parkplatz der Sequoia Lodge ein.

Dort hielt man eine Überraschung für uns bereit. Beim einchecken teilte man uns mit, das man für uns (mich) als Stammgast ein „Upgrade“ in petto hatte, wir bekamen ein Zimmer im Hauptgebäude mit Blick auf den Bay Club und den See bis zum Village. Das Zimmer war wunderschön und groß, ein persönliches Schreiben des Hoteldirektors lag bereit um uns zu begrüßen. So einen Empfang läßt man sich doch gefallen. Schnell das Gepäck ins Zimmer gebracht und ab zum Park.

Als erstes gab es ein leckeres Mittagessen im Village in Form von Burgern bei dem großen goldenen „M“. Lecker! Dann schnell weiter. Dieses Jahr stand komplett unter dem Motto des König der Löwen, vor dem Schloß hatten sich alle Charaktere des gleichnamigen Films in einem wunderbaren Kunstwerk versammelt, was schön anzuschauen war. Die listigen Hyänen, Muphasa, Rafiki, Timon und Pumba (ich habe gefressen wie ein Schwein), der weise Affe Rafiki und natürlich der kleine Simba.

Auf der Main Street spielte eine Kapelle ein munteres Liedchen, die Disney Figuren begrüßten uns. Schnell wurden einige Fotos gemacht. Nun wollten wir uns die Show Winnie Pooh im Fantasyland ansehen, hatte man diese doch schon lange nicht mehr gesehen. Pooh erlebte mit seinen Freunden Christopher Robin, Ferkel, Kanga und Ru einige Abenteuer im Hundert Morgen Wald. Danach ging es schnell weiter in Adventureland. Denn dort stand die neue Peter Pan Show auf dem Programm, diese war nagelneu und ein Hit! Wir hatten super Plätze direkt auf der Brücke, wer zuerst kommt ......

Capitain Hook und seine Freibeuter wollten die arme Wendy über die Planke laufen lassen, doch Peter Pan kam rechtzeitig zu Hilfe, alles filmisch festgehalten für die Nachwelt. Auch das Krokodil, das Hooks Hand einst gefressen hatte, war mit von der Partie.

Nach diesen beiden Highlights ließen wir es etwas ruhiger angehen, und so ging es wieder zurück ins Fantasyland, wo wir eine Runde mit den Booten von It´s a small World drehten. Nach dieser musikalischen Kreuzfahrt um die Welt, standen die nächsten Boote an, nämlich die von Le Pays de Conte de Fees. Schneewittchen und Pinocchio durften auch nicht fehlen. Auf der Mad Hatter Tea Party ließen wir uns auch kurz blicken und drehten einige Runden, bevor wir dann wieder zum Hotel zurückgingen.

Kurz frischgemacht, wurden wir zu Fremdgängern unseres Hotels, denn nun ging es zum Hotel Santa Fe, wo wir uns Chicken Fajitas gönnten. Danach ein Spaziergang am Rio Grande und ab ging es ins Bett – nein nicht sofort – den Abend ließen wir dann noch bei einem Drink in der Redwood Bar and Lounge ausklingen. Gute Nacht bis zum nächsten Morgen.

Wir erwachten und die Sonne strahlte vom französischen Himmel. Zum Frühstück ging es in den Hunters Grill wo wir uns ausgiebig stärkten, ein paar Unterhaltungen wurden mit Chip und Chap geführt und los ging es. Im Village verweilten wir eine Weile, ein paar Souvenirs wurden gekauft. Im Park angekommen, drehten wir eine Runde mit der Railroad, wo wir feststellten, das im Discoveryland dieses Jahr mal wieder das Jahr der Disney-Renovierungsarbeiten war, aber dazu später mehr. Im Fantasyland zogen wir uns einen Fastpass für Peter Pan da die Schlange dort arg lang war. In der Zwischenzeit flog ich im besagten renovierten Discoveryland zum Mond mit dem Space Mountain. Zum Glück wurde der Mond nicht renoviert. Und was war das, Überraschung, Hurra: Autopia fuhr seit Jahren mal wieder! Das musste doch sofort ausgenutzt werden. So ratterten wir der intergalaktischen Stadt Solaria entgegen, das war nach der langen Zeit der Abstinenz mal wieder lustig.

Capitain Nemo hatte seine Nautilus leider auch dicht gemacht. Großreinemachen war angesagt, das ganze Wasser war abgelassen, er brauchte wahrscheinlich alles zum putzen, wir werden beim nächsten Mal kontrollieren ob es sich gelohnt hat. Also ließen wir ihn bei seinem Hausputz und mischten dafür ordentlich beim Krieg der Sterne mit. Huch, bald vom Kometen getroffen ..... Nachdem auch diese Schlacht geschlagen war, war es nun an der Zeit unser Fastpass Ticket einzulösen, also wieder ab ins Fantasyland. Wir konnten auch sofort einsteigen und sahen dieses Mal die Peter Pan Story in einer anderen Variante. Casey Junior, der kleine Zirkuszug schnaufte auch lustig vor sich hin, so drehte ich eine Runde. Zu Mittag aßen wir heute übrigens im Cowboy Cookout Barbeque.

Nun war es an der Zeit die Parade auf der Main Street zu sehen. Also sicherten wir uns Plätze in der ersten Reihe, die es nicht nur bei ARD und ZDF gibt. Let the Show begin. The Disney Princess Parade fing an. Zu den Klängen von Dancin a Catchy Rhythm kamen die Disney Prinzessinnen auf ihren bunten Wager daher, gefolgt von ihren Tänzern. Da gab es Arielle mit ihren Fischen und ihrem Prinzen Erik, Jasmin mit Aladdin und dem Dschinny. Belle hatte ihr Biest mitgebracht und Schneewittchen natürlich ihren Prinzen – und ich meinen. Die gläserne Kutsche von Aschenputtel fuhr an uns vorüber.

Als weiteres auf unserem Programm war nun eine Fahrt auf der Mark Twain angesagt. Wir sicherten uns Plätze auf dem oberen Deck und schipperten bei schönstem Sonnenschein über die Rivers of the far West. Leider konnten wir die Miene des Big Thunder Mountain nicht besichtigen, auch dort wurde renoviert. Hatte man dort Gold gefunden? Am Hügel am Stadtrand stand das verlassene Phantom Manor, bekannt aus Presse, Funk und Fernsehen und gleichnamigem Disney Film, wir wagten uns dorthin. Sieh da, es hatte sich nichts verändert, das Phantom war immer noch da, die Braut wartete noch immer vergeblich auf ihren Liebsten und die leichenblassen Köpfe sangen immer noch Grim Grimming Ghosts.

Nachdem der wilde Westen genug erobert war, wollten wir uns durch den Dschungel schlagen, mit den Freibeutern der Meere kämpfen, uns die Kanonenkugeln um die Ohren fliegen lassen, das brennende Fort retten, sprich wir suchten die Pirates of the Caribbean, leider suchte ich vergeblich nach Johnny Depp. Danach ging es durch düstere feuchte Höhlen, über wacklige Hängebrücken, vorbei am Baumhaus der Schweizer Familie Robinson, zum Basar aus 1001 Nacht, der in den buntesten Farben glitzerte und strahlte. Wie gesagt es war das Jahr der Renovierungsarbeiten und dieser Teil war augenscheinlich schon fertig. Langsam begannen wir zu überlegen, wie wir den Abend am besten verbringen konnten.

Da wir gerade aus dem Dschungel kamen machten wir direkt im Regenwald weiter. Im Rainforest Cafe speisten wir wahrhaft fürstlich was man hinterher auch am Preis merkte. Aber diese unvergleichliche Atmosphäre im Dschungel zu sitzen, während um einen herum Elefanten trompeteten, es gewitterte und leise vor sich hinplätscherte, da konnte man so richtig abschalten. Nun waren wir gestärkt genug um uns in die Fluten des Quarry Pool zu stürzen, was wir dann auch taten, herrlich erfrischend war das. Danach hieß es gute Nacht für heute.

Es wurde Dienstag, und heute morgen frühstückten wir in der Beaver Creek Tavern, wo wir auch gleich für den Abend einen Tisch reservierten. Also los. Licht aus, Spot an oder so ähnlich, das war das Motto des heutigen Tages. Die Walt Disney Studios Europe standen auf dem Plan. Wir durchquerten den großen Torbogen und waren mitten in Hollywood, herrliche Musik erklang. Die Palmen leuchteten herrlich grün vor dem strahlend blauen Himmel, wahrlich das Paradies, zumindest für mich.

Im Studio 1 steppte wieder der Bär, eine Menge Characters waren unterwegs, beinahe hätte uns Sully umgerannt. Meiner besseren Hälfte stand der Sinn nach Action, genauer gesagt nach Moteurs Action. Also los, let the show begin. Bei einem Höllenlärm bekamen wie die tollsten Stunts zu sehen, es krachte mächtig. Um uns wieder ein wenig zu entspannen, bogen wir nun links ab Richtung Studio Tram Tour, siehe da, der nächste Zug kam auch gleich und so fuhren wir los. Die Kulissen von Pearl Harbor und Dinotopia ließen wir links liegen und bogen rechts ab zum Catastrophe Canyon, der seinem Namen wahrlich alle Ehre machte. Vor uns gerieten die Kinder schon in Panik als die tosenden Wassermaßen über uns zusammenbrachen.

Im Art of Disney Animation ging es romantisch zur Sache. Die schönsten Disney-Zeichentrick-Ausschnitte flimmerten über die Leinwand. Einen Raum weiter gab es witzige Dialoge zwischen Mushu aus Mulan und einem Cast Member, belustigt zogen wir weiter. Der Sinn stand uns nach noch mehr Kino. Also los, im Cinemagique fing gerade die nächste Show an. Dieser Film ist einfach großartig, ein Meisterwerk! Ich könnte ihn immer wieder ansehen und er verliert nichts von seiner Faszination. Was lernen wir aus dem Film: Warnungen, das die Handys abgeschaltet werden sollen während der Vorstellung sind doch manchmal sehr nützlich.

Aber wer weiß, wahrscheinlich hätte der Hauptdarsteller des Films nie seine große Liebe getroffen, und sie durch sämtliche Epochen der Filmgeschickte begleitet. Wir wissen es nicht ...... Also, nicht jedes Verbot so ernst nehmen!

Nach Animagique, wo rosane Elefanten durch die Luft flogen, und das ganz ohne Alkoholeinfluß, und Arielle durch das Meer bzw. das Theater schwamm, sich Mickey mit Donald ein Wettzeichnen lieferte flog ich nun höchstpersönlich auf den Flying Carpets sozusagen over Agrabah, während der Dschinny Regieanweisungen gab. Da wir nun etwas Hunger hatten, holten wir uns im En Coulisse eine Kleinigkeit, ich in Form einer Lasagne. Zeit zum bummeln blieb auch noch etwas. Unter donnerndem Applaus verließen wir nun die Studios Richtung Magic Kingdom, wo ich nochmals den Mad Hatter auf seiner Nicht Geburtstags Feier besuchte. Wild kreiselte ich über die Teetafel, alles filmisch für die Ewigkeit festgehalten. Lights, Camera, Action.

Nun statteten wir dem Frontierland nochmal einen Besuch ab. Wir wollten doch mal sehen ob die Geister es auch schafften uns ein zweites Mal zu erschrecken. Die Geister hatten aber wohl auch keine Recht Lust bei der Wärme zu spuken, sie streikten, alle paar Meter hielten wir an, so das unsere Fahrt sehr ausführlich war. Es schallte uns jedes Mal eine freundliche Stimme aus dem Dunkel entgegen: The Ride was interrupted. Aber das machte uns gar nichts aus. Ship happens.

Nun war es langsam an der Zeit zum Hotel zu gehen, schließlich wollten wir uns ja noch frisch machen, bevor wir in unserem noblen Hotel essen gingen. Unser Tisch war für 20.00 Uhr reserviert. Ein freundlicher Kellner brachte uns zum Tisch und auch sogleich die Karte. Ich ließ mir ein Hähnchenbrustfilet mit frischen Champignons und Bratkartoffeln schmecken. War zwar ein sehr teurer, aber auch sehr schöner Abend. Auf Nachtisch verzichteten wir, wir schlenderten lieber zum See und verweilten dort eine Weile, während wir einem phantastischen Sonnenuntergang zuschauen konnten. Einen Spaziergang um den See hatten wir ja längst gemacht. Sieh, da kam auch schon wieder der Minnie Train angefahren und hupte lustig vor sich hin. Da morgen unser letzter Tag sein sollte, gingen wir langsam hoch um unsere Sachen zusammenzupacken und fielen danach in einen ruhigen Schlaf in unserem wunderschönen riesigen Bett.

Am nächsten Morgen hieß es bald Abschied nehmen, noch ein letztes Frühstück, dieses Mal wieder im Hunters Grill, der uns vom Ambiente her doch besser gefiel und wieder ab nach oben. Schwer bepackt zogen wir durch die Gänge. Da unser Zimmer direkt am Ende gelegen hatte, kam uns dieser Weg mit schwerem Gepäck doppelt so lange vor. Schnell mit dem Fahrstuhl nach unten und alles im Auto verstaut. Nun ging es ein letztes Mal Richtung Park.

Heute hatte ich auch endlich die Gelegenheit mit Dumbo ein paar Runden zu drehen, war es doch die anderen Tage immer recht voll dort gewesen. Zu den Klängen von You can fly ging es los. Auch dieses Ereignis wurde für die Nachwelt auf Video gebannt. Da wir noch ein wenig Zeit bis zu unserer geplanten Weiterfahrt hatten machten wir noch mal einen Rundgang durch den ganzen Park und nahmen Abschied. Es fällt in jedem Jahr schwerer das Magische Königreich von Disney zu verlassen. Ein letzter Blick über die Main Street zum Schloß, Adieu, das wars. Mein Disneyland, wir sehen uns wieder ......

Die letzten Souvenirs wurden ins Auto gepackt und so rollten wir um kurz vor zwölf vom Parkplatz Richtung Spanien, wie wir 10 Stunden später nach einer wahrhaftigen Tortour de France ankommen sollten. Unsere Fahrt führte uns über Versailles, Clermont Ferrand (ein richtiges Schlechtwetterloch) über diverse kleine Bergdörfer wie Millau, wo wahrscheinlich noch nie ein Mensch war, außer wir, die Pyrenäen rauf und runter. Besten Dank an denjenigen, der an dieser Stelle mit dem Bau der Autobahn aufgehört hatte. Wir werden ihm zu Ehren ein Denkmal errichten.

Nach 10 wunderschönen Tagen in Spanien an der Costa Brava u.a. mit dem Besuch des Museum des weltbekannten Salvador Dali (Pronto Salvatore, ach nein, das war jemand anderes) brauchten wir nun für die Rückfahrt sage und schreibe 13 Stunden. Hurra. Immerhin kenne ich nun den Mont Ventoux aus nächster Nähe, wer wollte den nicht schon immer mal sehen. Über Lyon – hurra Stau - Dijon, Metz, Nancy, Luxemburg (super, Autobahn nach Deutschland gesperrt, also Stadtrundfahrt) kamen wir spätabends endlich wieder in der Heimat an. Ein anstrengender aber wunderschöner Urlaub war zuende.

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Der Park-Planer am 7.9.2010

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